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Two Fingers

»Two Fingers«

Urbane Musik ist wieder bereit zu einer Reduktion. Two Fingers zeigen, dass Urbanität nicht mehr nur in den Charts zelebriert wird. Grob knarzendes Metall und Beats, die nach Industriehallen und dunklen Ecken der Großstadt klingen. Darüber die Stimmen Sways, Ms Jades und Ce´Ciles, die uns eben in diese düstere Moderne schieben.
Das Album entfaltet sich erst nach einer gewissen Zeit. Man muss sich ins Halbdunkel begeben. Erst dort wird die Komplexität der gewaltigen Soundkulissen deutlich. Two Fingers, das ist Amon Tobin und Joe »Doubleclick« Chapman. Als dann Sway dieses Soundgebräu zu Ohren kam, waren die Vorzeichen nur zu deutlich. Dub, Drums und elektronische Fanfaren. Rythmisch dröhnt es aus den Kellern der urbanen Blocks. Eiserne Basswände brechen ein und erheben sich im gleichen Moment. »Keman Rhythm« und »Jewels And Gems« sind jetzt schon die Hymnen der Stadtnächte: verstörend, dunkel und mitreißend.
Das ist die Hintergrundstrahlung elektronischer Hip-Hop-Beats und dubbiger Basslines und Grime-Anleihen. Icy, transcendent, brilliant.

Daniel von der Vring

‘Two Fingers’ im HHV-Shop