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Azad

»Assassin«

Bei „Assassin“ handelt es sich bereits um Azads 2. Soloalbum in 2009. Nach dem Streetalbum „Azphalt Inferno“ setzt der Bozz aus den Betonblöcken der Frankfurter Nordweststadt seine harte Gangart, trotz der deutschen Streetrapkrise fort, und das noch härter als zuvor.
Bei den Beats wird er von den Bozz-Produzenten Martelli, Benny Blanco, Brisk Fingaz, Sti sowie M3 & Noyd unterstützt, die dem Frankfurter ein ordentliches Magazin an Beats zur Verfügung stellen, welches von Azad in Form von lyrischen Gewehrschüssen in deine heimische Musikanlage geschossen wird, ohne Rücksicht auf Verluste.
So sehr die Lyrics und Beats auch knallen mögen: Technische Versiertheit, einfallsreiche Punchlines oder tiefgehende, berührende Zeilen werden schmerzlich vermisst. Allerdings scheint dies vom Künstler beabsichtigt, der zum wiederholten Male einen „Soundtrack für die Straßen“ aus dem dichten Staub und Dreck des grauen Alltags in den Betonblöcken erschaffen hat. Besonders geeignet für deinen neuen Mercedes. Da ist es dann auch egal, ob der von Papi oder durch Drogengelder finanziert ist, denn mit dieser CD im Player rollt ihr wie der Bozz durch die Straßen. Wer nur einen ollen Citroen vor der Tür stehen hat, sitzt zu Hause im Warmen und hört sich voller Freude an wie es knallt und donnert. Irgendwie wie bei einem Gewitter: Freude am vermeintlich Bedrohlichem und Lautem. Deutschrap-Naturgewalt!

Jan-Hendrik Mautsch

‘Assassin’ im HHV-Shop