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Capone-N-Noreaga

»Channel 10«

Ganze neun Jahre mussten Fans des Hardcore-Rap-Duos aus New York auf ein Comeback warten. Eine Mischung aus Freude und Unsicherheit machte sich im Vorfeld über das erst dritte Album von CNN breit. »The War Report«, das war klar, ist nicht zu übertreffen. Doch zumindest das Niveau vom Reunion-Album sollte schon erreicht werden.
Im Intro von »Channel 10« werden die Klassiker angespielt und Erinnerungen an alte Tage werden wachgerufen. Doch schon nach dem dritten Track, »Rotate«, ein durch Ron Browz Auto-Tune-Stimme auf gefälligem Club-tauglichen Beat basierendem Stück, muss konstatiert werden, dass hier mit trockenen Claps und zerkratzten Straßenmelodien wohl nicht zu rechnen ist. Zwar zieht sich der Sound nicht durch das gesamte Album, dennoch ist deutlich, dass Syntheziser- und Piano-Melodien hier den Ton angeben. So schlagen leider auch die immer noch ordentlichen Straßenreime nicht mehr ganz so fest ins Gesicht des Hörers.
Mobb Deep, DJ Premier, Clipse und Tha Dogg Pound helfen dabei, dass selbst der härteste Hardcore-Rapfan sich mit einigen Tracks anfreunden kann. So bekommen Capone-N-Noreaga am Ende noch knapp die Kurve zu einem nicht außergewöhnlichen, aber soliden Album.

Tony Kunstmann

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