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Grizzly Bear

»Veckatimest«

Grizzly Bear sind keine Band für eine Nacht. Das ändert auch der Hype nicht, der gerade um ihr drittes Album »Veckatimest« gemacht wird. Das Album hatte bereits Wochen vor der Veröffentlichung einen eigenen Wikipedia-Eintrag und wird – dank einiger Vorschusslorbeeren für das 2006er Album »Yellow House« und die nachfolgende EP »Friends« versehen – unlängst als eines der besten Alben der 00er Jahre gehandelt. Nicht zuletzt Robin Pecknold von den Fleet Foxes trug schon frühzeitig zur Legendenbildung bei.
Man muss ihnen allen Recht geben. Nach mehrmaligem Hören erschließt sich eine komplex arrangierte, eigenständige Klangwelt. »Veckatimest« – benannt nach einer kleinen, unbewohnten Insel im Bundesstaat Massachusetts – ist damit auch eine Liebeserklärung an das vom Aussterben bedrohte Format des Albums. Was hier von Ed Droste, Daniel Rossen, Chris Taylor und Christopher Bear über mehrere Ebenen an Verweisen, Querverbindungen, Seitensträngen, Motiven und Wiederaufnahme von Motiven, an Simplizitäten und Kunstvollem geboten wird, lässt sich nicht in vier Minuten vermitteln. So gut diese Songs auch sind. Die Literatur hat für diese Zwecke den Roman entwickelt. Grizzly Bear haben die Wichtigkeit einer Gattung wiederbelebt.

Sebastian Hinz

‘Veckatimest’ im HHV-Shop