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Matthew Didemus’ und Jeremy Greenspans Weste bleibt auch nach dem dritten Album blütenweiß. Die Konkurrenz in der Sparte ‘Synthetischer Pop’ ist größer geworden seit “So this is goodbye”, aber in seiner Fragilität ist “Begone Dull Care” auch 2009 noch einzigartig. Während sich Cut Copy am ehesten mit den Koordinaten French House, Retro Disco und E.L.O. verordnen lassen und Hot Chip weiterhin bereitwillig die Trickster-Rolle übernehmen, wohnt den Songs der beiden Kanadier stets eine technoide Unterkühltheit inne.
In seiner elegischen Konzeption (8 Songs / 45 Min) und Melancholie erinnert “Begone Dull Care” manchmal gar an eine Dial-Platte – wäre da nicht diese Stimme. Greenspans Falsett gibt den, nie zu gerade, aber auch nie zu verspielt programmierten Midtempo-Beats die nötige Kontur. Und sie liefert Hits. “Hazel”, “Bits & Pieces” und “Parallel Lines” heißen dieses Mal die offensichtlichen, aber auch das Acid-Biest “Work” und die verspielte Ballade “Dull to Pause” schicken sich an, das nächste “Birthday” oder “In the Morning” zu werden. Großartige Platte. Wieder mal.
Florian Aigner
‘Begone Dull Care’ im HHV-Shop
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