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Schaut man sich einmal um in der deutschen Labellandschaft sieht man derzeit leider nicht allzuviel. Aggro Berlin, Optik Records, Royal Bunker, Buckwheats, ARR – alle geschlossen. Deluxe Records, nicht wirklich erfolgreich, einzig Samy heimst über Majorveröffentlichungen ein paar Lorbeeren ein. Kollegen wie Savas, Curse, K.I.Z., Prinz Pi, Olli Banjo, sido, Bushido und Fler veröffentlichen über Majorlabels oder machen das Ganze in Eigenregie. Doch nicht nur verkaufstechnisch kann sich das Ganze sehen lassen. Denn die 3 Rapper Favorite, Kollegah und Casper überzeugen alle mit eigenem Stil und unterscheiden sich jeweils stark voneinander. Kollegah fährt weiter Benz und seine Angeberschiene, Casper setzt seinen Seelenstriptease fort und Favorite ist und bleibt einfach nur verrückt. Gegensätzliche aber grandiose Mischung. Einzig Shiml hängt trotz einiger Verbesserungen hinterher und es scheint als sei er bereits von Casper abgelöst. Weder auf der Streetsingle noch bei verschiedenen Presseterminen war er anwesend, zumal ähneln sich die beiden im Stil schon sehr. Trotzdem hat er im Vergleich zur letzten Platte ordentlich aufgeholt. Gleiches gilt für Labelboss Slick One, der sich jedoch bis auf einen sehr ehrlichen Song von der Platte zurück zieht. Somit sind die 2 Schwachstellen des letzten Samplers ausgemerzt und alles spielt sich auf höchstem Niveau ab. Wenn dann noch Szenegrößen wie Olli Banjo dazustoßen, kann nichts mehr schiefgehen. Insgesamt präsentiert sich Selfmade abwechslungsreich und innovativ, wie man es eben von den Jungs gewöhnt ist und so dürften Cordon-Sport-Jackenträger, Hip Hop Heads oder auch Freunde von Rockmusik ihre wahre Freude finden. Hatte ich schon die Bonus-DVD erwähnt, die es gratis zum normalen CD-Preis dazu gibt? Und: Bitte mehr Elvir Omerbegovics als Indielabelchefs! Jan-Hendrik Mautsch |

