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Juan MacLean

»The Future will come«

The future will come? Von wegen. Ähnlich wie der letzte große DFA-Geniestreich Hercules & Love Affair, ist Juan MacLeans zweites Album durch und durch retro. Das konnte man bereits nach der letztjährigen Übersingle “Happy House” ahnen, auf der sich MacLean ein legendäres Piano-Riff borgte, drumherum einen fetten Discohouse-Groove baute und darüber James Murphys Stammchanteuse Nancy Whang sinnieren ließ.
Auch auf Albumlänge bedient sich der ehemalige Six Finger Satellite Gitarrist mit tatkräftiger gesanglicher Unterstützung von Madame Whang geschmackssicher im Fundus aller möglichen Tanzmusikstile der letzten 30 Jahre.
“No Time” und “One Day” kontrastieren strenge Acid-Basslines mit frühem House-Hedonismus, respektive dicken Streichern, “A New Bot” klingt in der Tat so stark nach Human League wie MacLean in jedem Interview betont, “Tonight” und “The Simple Life” sind in ihrem epischen Arrangement beinahe mit “Happy House” vergleichbar und “Accusations”, sowie der Titeltrack sind großartige Extremitätenbeweger wie wir sie trotz des allgegenwärtigen Disco-Revivals viel zu selten hören. Mit “Disaster” versucht sich MacLean dann sogar noch an seinem “New York, I love you” bevor “The Future Will Come” mit “Happy House” exakt so furios schließt wie es große Alben eben tun.

Florian Aigner

‘The Future will come’ im HHV-Shop