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In Flagranti

»Brash & Vulgar«

Gäbe es da nicht einen gewissen Roger Federer, würde ich nicht zögern Sasha Crnobrnja und Alex Gloor als die wichtigsten Söhne Basels zu bezeichnen (Suck on that, Alex Frei!). Mittlerweile in New York ansässig, werfen die beiden in fast Madlib’schem Tempo eine großartige 12” nach der anderen auf den Markt.
Und weil die beiden Exilschweizer so verdammt produktiv sind, haben sie es nicht mal nötig auch nur einen einzigen bereits zuvor auf Wachs gepressten Track auf den “Brash & Vulgar”-Silberling brennen zu lassen.
Gleich der Opener “She bend each leg alternatly” offenbart dann, was In Flagranti so speziell macht. Während im anhaltenden Disco-Revival größtenteils auf Slickness und saubere Produktion Wert gelegt wird, regiert hier der Schmutz – sowohl musikalisch als auch beim jetzt schon legendären Codek-Artwork. In Flagranti sind der personifizierte Edit, Freibeuter zwischen sleezy Garagenrock, schmierigem C-Movie Funk und clashigem House. Und genau diese rotzige Schnoddrigkeit macht sie unverzichtbar, auch wenn ihre Geniestreiche nach wie vor primär auf zwölf Zoll zu finden sind.

Florian Aigner

‘Brash & Vulgar’ im HHV-Shop