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The Prodigy

»Invaders must die«

Der offensichtliche Jungbrunnen Prodigy hat mit “Invaders must die” ein neues Album vorgelegt. Nach dem Erfolg der frühen Meilensteine und dem eher schwachen “Always outnumbered, never outgunned” nun, nach einigen Soloversuchen der Mitglieder, ein komplettes echtes Album. Doch was darf man noch von Ravern erwarten, die 1990 schon 20 Jahre alt waren?
Zumindest scheinen sie musikalisch noch dem 90´s-Prodigy-Feier-oder-Stirb-Sound verhaftet zu sein. Die Zutaten sind die dieselben: Krachiger Klangteppich, Gepitchte MickeyMaus-Stimmen, brachiale Beats und Keyboard-Sirenen, die uns Fanfaren ins Hirn brennen. Doch obwohl der Nostalgiewert hier recht hoch ist, kann man nicht von einem Erfolg sprechen. Irgendwie wirkt das Ganze wie ein verzweifelter Versuch eine Midlife-Crises zu überwinden. Doch jung bleiben sie nicht, so viel sei gesagt.
Vielleicht bietet “Invaders must die” den Einstieg in den Sound Prodigy’s für eine weitere Generation. Vielleicht also doch der große Wurf? Auf Konzerten tummeln sich immerhin sowohl Bald-40er als auch pubertäre Elektro-Röhrenhosenträger. Vielen Bands gelingt das nicht. Und Prodigy muss man einfach live hören und sehen. Auf der Bühne scheint die Jungbrunnen –Theorie wieder etwas wahrscheinlicher. Krach-bumm-boing.

Daniel von der Vring

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