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Scientifik

»The most Blunted«

Zuerst die durchaus spektakulären Eckpunkte: Von Edo. G. protegierter Rapper erschießt seine Freundin und anschließend sich selbst. So zumindest lautet die Theorie der Polizei, vollständig aufgeklärt wird das Ganze (natürlich) nie. Seine beiden Alben „The Most Blunted“ und das RZA-, Diamond D- und Buckwild-Produktionen auffahrende „Criminal“ werden posthum massiv gebootlegt und gehen irgendwo zwischen „Mecca & The Soul Brother“, „Illmatic“ und „36 Chambers“ unter.
Dass es sich, auch über 10 Jahre später, noch lohnt, das erstmals offiziell veröffentlichte „The Most Blunted“ anzuschaffen, liegt nicht nur, aber auch, an Scientifik. Obwohl hier weder ein Filigrantechniker wie Nas, noch ein Punchlineautomat wie Lord Finesse am Werk ist, schmiegen sich Scientifiks recht simple Reime sehr effektiv an die New York State of the Art atmenden Produktionen von Jay Mansfield (Vinyl Reanimators). Es boomt und bapt an allen Ecken und Enden, wie es für jeden Hip Hop Anhänger Jahrgang 1985 abwärts eine wahre Freude ist. Anachronistisch aber nicht angestaubt, das Ganze.

F.Aigner

‘The most Blunted’ im HHV-Shop