spacer
spacer spacer

Jedi Mind Tricks

»A history of violence«

Für viele Wegbegleiter von Jedi Mind Tricks war es eine tolle Nachricht: Jus Allah, der auf dem Klassiker »Violent by Design« (2000) noch energisch mitgewirkt hatte, doch bei den folgenden Alben aufgrund persönlicher Differenzen mit MC Vinnie Paz nicht mehr dabei sein durfte, kehrt ans Mikrofon zurück.
Soweit so gut. Dennoch werden die hohen Erwartungen an dieses sechste Album nicht erfüllt. Zunächst ist das »A History Of Violence« unverschämt kurz. Unter den 14 Tracks sind noch 4 Interludes. Klar, Nas‘ Debüt »Illmatic« hatte auch nur 10 Tracks, doch da stimmte die Qualität. Das kann man hier nicht behaupten. Zumal die meisten Tracks – und das überrascht – nicht mal seitens der, normalerweise tadellosen, Beats von Stoupe the Enemy of Mankind zu überzeugen wissen.
Auch vermisst: hochkarätige Gast-MCs – war doch die hohe Qualität vorangegangener Alben durchaus auch auf die gute Auswahl der Gäste zurückzuführen. Sicher, bei der ein oder anderen Zeile glimmt das Feuer, das Vinnie Paz und Jus Allah zweifellos zu spucken in der Lage sind, kurz auf. Zum Grillen reicht es aber nicht.

Daniel Brämer

‘A History of Violence’ im HHV-Shop