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Jesse Rose

»What do you do if you don´t?«

Jesse Rose macht Housemusik. Englische Housemusik. Basslines dürfen sich überschlagen, Stücke kürzer als 6 Minuten sein und breit grinsen sollen nicht nur die Druffis. Kein Wunder also, dass bei Herrn Roses Debütalbum Sachen erlaubt sind, die bei vielen seiner Panoramabar-Kollegen nicht unbedingt auf der Agenda stehen. Gleich 3 Vocal-Beiträge finden sich auf »What Do You Do If You Don’t«. Zweimal hat Jesse everybody’s favorite Hornbrillenspackos ins Studio gebeten, wobei besonders Hot Chip-Kollaboration Nummer 1, »Forget My Name«, beweist, dass das, was man heute gerne ›Fidget‹ ruft, auch elegant jacken statt nur brutal wobblen kann.
Auf »Well Now« choppt sich Jesse ein Howlin‘ Wolf-Sample zurecht und schlägt die Brücke zwischen Blues, Hip-Hop, House und Hillbilly. »Night At The Dogs« ist dann ein sehr sauber ausproduziertes »Bird’s Lament/Get Your Move On«-Remake mit dicker Bläsersektion. Dazwischen gibt es solide Housemannskost, bevor er als Rausschmeißer noch eine augenzwinkernde Deep-House-Hommage an Lenny Kravitz programmiert. Kein Scheiss.
Hier ist jemand mit sich im Reinen und das hört man. Und ich habe eindeutig zu oft die Vokabel ›House‹ benutzt.

Florian Aigner

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