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Da hat Tom Jenkinson wohl ein schlechtes Gewissen bekommen? Nach über 14 Jahren Drum & Bass, Jazz und Obskurem hatte er mit »Just A Souvenir« letztes Jahr plötzlich zu seinen Punk-Wurzeln zurück gefunden und ein krachiges Punk-Rock-Album im elektronischen Zwielicht veröffentlicht. Damit dürfte er einige aus seiner Gefolgschaft ordentlich verwirrt haben.
Die Nerven liegen also blank und tausende Squarepusher-Fans hängen am Sorgentelefon. Doch Herr Jenkinson eilt mit seiner neuen EP schnell herbei. Sechs Titel, die ihn in der alten Form präsentieren: funky Engländer im Raver-Fell. Rasante Breakbeats, UK und Chicago House, gedrillte Basslinien mit süßen, flirrenden Melodien und ein Hauch von Hardcore. Es darf auch wieder der Forschergeist erweckt werden, um herauszufinden, was an den Klängen nun analogen oder digitalen Quellen entspringt. Bei Squarepusher gleicht das der berühmten Frage nach dem Huhn und dem Ei. Bis Jenkinson sich bei nächster Gelegenheit an einen Nachmittag mit der benachbarten Klezmer-Band erinnert und daraus den nächsten Geniestreich zimmert. Doch bis dahin sorgt »Numbers Lucent« für Befriedigung.
Jens Pacholsky
‘Numbers Lucent ‘ im HHV-Shop
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