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Man kann den findigen Damen und Herren aus London nun wahrlich keine Vorwürfe bezüglich der Selektion ihrer Gastmixer machen, aber der Schachzug für Nummer 43 Morgan Geist und Darshan Jesrani hinter die Plattenteller zu stellen, war eine so überfällige, wie geniale Entscheidung der Fabric-Verwaltung. Ich kann mich nicht erinnern, mich in diesem Jahrtausend von einer Zusammenstellung so vereinnahmt haben zu lassen (Nein, auch von ihrer nicht, Herr Villalobos). In öffentlichen Verkehrsmitteln, auf der Doppelnull, zu Jägerschnitzel und Pommes: diese 70, von einem großartig-ironischen Intro eingeleiteten, Minuten laufen mir immer und überall rein.
Schwül und schwofig geht es zu, funky und groovy sowieso. Versammelt hat man weitgehend 7“-Material all derer, die etwas zu spät kamen für den Studio 54-Crossover und sich beständig weigerten, rechtzeitig in Richtung Chicago House auszuscheren.
Auch die spätestens mit Oizos “Patrick 122” wieder als cool deklarierte Gang von Gary ist vertreten; Vadderns Lieblings-Synth-Popper Heaven 17 auch und entlassen werden wir von Devo. Dazwischen jedoch: Disco, Disco und more fucking Disco. Nicht in der Milleniumsedition Marke DFA, Permanent Vacation oder Eskimo, sondern aus einer Zeit, in der Computer noch mehr wogen als ein Opel Corsa. Das über lange Jahre aufgebaute Digger-Image will schließlich gepflegt werden. Flöten, Kongas, dezent angeschmalzte Vocals – und über allem thront dieser herrlich simple Beat, auf den auch Muddern noch einen flotten Foxtrott zaubern könnte.
So großartig das auch sein mag: zwei emphatische Mittelfinger in Richtung Metro Area for making große Löchers in my Geldbeutel. Will man halt auch alles selbst im Regal stehen haben, irgendwie.
Florian Aigner
‘Fabric 43’ im HHV-Shop
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