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Das Bo

»Dumm aber schlau«

Die richtige Promotionstrategie scheint Das Bo bisher nicht gefunden zu haben. Der Überhype zur Zeltdiscohymne “Türlich, Türlicher (Sicher Dicker)”, die sogar deine spießige Deutschlehrerin mitrappen konnte, wurde wenig bis überhaupt nicht genutzt. Das dazugehörige Album “Best Of III Alleine”, welches zugleich das Debüt des Hamburgers markierte, erschien erst vier Jahre später. Beim neuen Album lief es ähnlich. Nachdem die Single “Ohne Bo” dank des Bundesvision Songcontests (Stefan Raabs deutsche Ausgabe des Grand Prix d’Eurovision) auf sämtlichen Jahrmärkten und in sämtlichen Gehörgängen rotierte, erschien das zugehörige Album erst ein halbes Jahr später. Egal ob es am Label oder am gemütlichen Hamburger lag, optimale Promotion sieht anders aus…
Er selbst nennt es “Dumm aber Schlau”. Wirklich wahrgenommen wurde es jedoch von den wenigsten und das trotz Majorunterstützung von Sony BMG. Wirklich schade, denn Das Bo verfügt vielleicht nicht über die beste Raptechnik, wie man richtig Party macht versteht jedoch keiner so wie er. Zwischen all den Rappern, die sich viel zu ernst nehmen, hat Das Bo ein Werk kreiert, das für die nötige Abwechslung und Lockerheit im deutschen Rapgame sorgt. Es ist zwar ziemlich poppig und vielleicht auch nicht wirklich abwechslungsreich ausgefallen, doch wer will es ihm verübeln? Wenn dann noch Samy Deluxe und Eizi Eiz dazukommen, ist die Party perfekt.
Jeder, der die Platte verschlafen hat und einfach mal richtig feiern will, dem ist es ans Herz zu legen, unbedingt mal reinzuhören.

Jan-Hendrik Mautsch

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