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“I see myself as the holy resurrection of Pun” – mit diesen Worten heißt uns Termanology auf seinem Erstling ‘Politics As Usual’ willkommen. Persönlich bekomme ich bei derart pathetischen Ansagen leichtes Magengrummeln und schnell schießen Bilder der unzähligen Pac- und Biggie-Kopien in mein Hirn. Zumal der aus Lawrence, Massachusetts stammende Jungspund den Latino-Rap-Don Christopher Rios a.k.a. Big Pun nicht einmal persönlich kannte. Wer jedoch in den vergangenen zwei, drei Jahren das Spielchen an der Ostküste aufmerksam verfolgte, wird an Termanologys Singles zu ‘Watch How It Go Down’ und ‘So Amazing’ nicht vorbei gekommen sein und wissen, dass wir es hier nicht bloß mit einem blassen Abziehbild des schwergewichtigen Flowmonsters aus der Bronx zu tun haben. Auf beiden Tracks bewies Halb-Latino Term, neben einem aufmerksamen Studium der Hip Hop-Historie, dass ein DJ Premier Beat auch in der Jetztzeit ein Sprungbrett für die Rapkarriere sein kann. Zehn Jahre nach Big Puns Klassiker ‘Capital Punishment’ kommt Termanology nun also mit seinem offiziellen Debütalbum über Nature Sounds in die Läden. Als klar wurde, wer die Beats zum Album beisteuert, freuten sich Golden-Era-Connaisseure ein Loch in den Bauch: DJ Premier, Large Professor, Pete Rock, Buckwild, Alchemist oder Havoc. Illmatic lässt grüßen – doch Vorsicht! Die eingangs erwähnten Songs finden auch hier Ihren Platz und machen 2/3 der Premo-Joints aus. ‘How We Rock’, der dritte von Premier produzierte Song steht deren Qualitäten in keinster Weise nach. Mit Häftling Prodigy gibt es auf ‘Hood Shit’ einen klassischen Alchemist-Banger für die Jungs in den Barrios bzw. PJs. Apropos Queensbridge, und Hood-Hits: Havoc findet mit seinem Instrumental zu ‘The Chosen’ erfreulicherweise zu alter Prä-G-Unit Form. Buckwild, Pete Rock oder Large Pro hingegen, sonst als sichere Qualitätsgaranten bekannt, zeigen sich recht uninspiriert und so sind Ihre Beiträge recht belangloses Skipmaterial. Warum das hypnotisierende ‘Hold That’, ein von Pete Rock produziertes Studio-left-over letztlich nicht den Weg auf das Album gefunden hat bleibt mir schleierhaft. Inhaltlich beackert Termanology, neben obligatorischen Representersongs, typische Themenfelder wie den Hoodalltag (‘Hood Shit’, ‘Drugs, Crime & Gorillaz’, ‘We Killing Ourselves’), Ladies (‘Please Don’t Go’, ‘Sorry I Lied To You’) oder weiche Drogen (‘Float’). Term, der in puncto Namedropping ernsthaft mit The Game konkurriert, versucht oft aus den klassischen Reimschemata auszubrechen und spielt durchaus gelungen mit Flow und Stimme, auch wenn er den „tongue-twister-Styles“ seines Vorbildes Pun nicht das Wasser reichen kann. Auf dem Zettel schien Termanology mit seinem Debüt ein Big Shot zu gelingen, doch der anfänglichen Euphorie hinsichtlich der beteiligten Gastproduzenten ist die Ernüchterung gefolgt. Klar, die Premo Songs alleine rechtfertigen den Kauf des Albums, doch bis auf die genannten Höhepunkte gelingt es Termanology mit ‘Politics As Usual’ nicht aus der Masse an Veröffentlichungen heraus zu ragen. Im Duell mit den ganz Großen MCs fehlt Term einfach das Charisma, das beispielsweise Big Pun besaß. Hoffentlich dreht sich der Dicke nicht im Grabe um. Bnejamin Mächler ‘Politics as usual’ im HHV-Shop |

