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Haufenweise Klassikerproduktionen und – abgesehen vom 2002er Album »1st class« – nur perfekte 10er auf Albumlänge sind der Beweis: Large Professor ist UNESCO-Weltkulturerbe, ganz klar! Muss so einer nach zwanzig Jahren im Hip Hop-Zirkus noch seinen Ruf aufs Spiel setzen und völlig unerwartet mit einem auch noch so verheißungsvoll mit »Main Source« betitelten Album zurück in den Ring steigen? Nö, muss er nicht. Er will!
Und offensichtlich will der Herr Professor seinen Spaß. Liest man zuerst nur die Trackliste muss man nach einem unvermeidlichen An-den-Kopf-Fassen feststellen, es ist alles dabei: Ghetto, Hip-Hop, Party, Love, Classic. Klingt erst einmal peinlich, ist es aber nicht. Warum? Ganz einfach, weil Namen Schall und Rauch sind. Das wusste schon Goethe. Was kümmert also eine simple bis stupide Hook und ein doofer Liedtitel, wenn das so oft beschworene Gefühl stimmt? Herzlich wenig!
Es fühlt sich einfach gut an, dieses Album namens »Main Source«. Da wird nicht lange gefackelt, sondern offensichtlich locker-flockig (ja, richtig: locker-flockig) zu Werke gegangen, als ob der Herr Professor erst 18 Lenze zählt und den Ernst des Lebens nur vom Hörensagen oder Mobb Deep-CDs kennen würde.
Die kaum extravagant oder experimentell, dafür unaufdringlich und mit ganz viel Stil programmierten Beats, zeugen von der Erfahrung von zwei Dekaden im Produzentenmekka NYC. Leicht angegrauter Bart hin oder her, das Ding klingt nach drittem Frühling in Queens; siehe übrigens auch Q-Tip.
Dave Wetzel
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