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Q-Tip

»The Renaissance«

Das Wattestäbchen ist zurück und im Blätterwald beginnt prompt ein Rauschen, das durchaus zum Orkan werden könnte. Drei Alben hat er die letzten Jahre aufgenommen, veröffentlicht wurde kein einziges. Plattenfirmen kamen und gingen.
Q-Tip lies sich von all dem nicht weichkochen und liefert ein Album, das man so von ihm erwarten durfte. »Fast ein Klassiker« sind sich Hip-Hop-Magazine, Blogger und Mainstream-Medien einig. Was Q-Tip neun Jahre nach seinem Debütalbum als »Renaissance« ausgibt, ist nicht weniger als das gute Alte im neuen Gewand. Bis auf einen J Dilla-Beat, hat sich Jonathan Davis um die Produktionen seines Albums selbst gekümmert. Was dabei herausgekommen ist, klingt vertraut nach A Tribe Called Quest. Sagt »Hallo« zum neo-souligen neben der Spur Beats. Q-Tips Präsenz am Mikrophon ist ungebrochen. Die großartige Singleveröffentlichung »Gettin Up« ist eine Liebeslied in ›gut‹, »Believe« mit D‘Angelo geht in eine ähnliche Richtung, während es bei »Fight/Love« politisch wird und der Krieg im Irak ins Zentrum rückt.
Wie schon beim vorher ausgekoppelten »Getting Up« braucht man eine Weile, um den Vibe des Albums zu catchen. Ist eben kein Pop, was Q-Tip da macht, eher eine Bewegung in eine hoffentlich neue Richtung: »We can start a clan just like the Kennedys«. Wäre ich sofort dabei.

Julian Gupta

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