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Morgan Geist

»Double Night Time«

Um Morgan Geists Verdienste erneut breit auszurollen, fehlt an dieser Stelle der Platz. Einigen wir uns auf »Post-Disco-Messias« und »Tastemaker-Extraordinaire« und kommen direkt zu Geists erster Soloplatte seit den eine Ewigkeit zurückliegenden »Driving Memoirs«.
Während Pop sowohl dort als auch auf den Metro Area-Veröffentlichungen immer eher komplementär eingesetzt wurde, zeichnet »Double Night Time« ein fast schon offensiver Pop-Appeal aus. Das liegt primär daran, dass Geist seinem Kumpel Jeremy Greenspan viel Platz für ausgedehnte Gesangsbeiträge eingeräumt hat. Gemeinsam manövriert man gefühlvoll durch »Detroit«, veredelt das wunderbare »Most Of All« mit Talkbox-Effekten und schwelgt in Erinnerungen an den Hedonismus der 80er Jahre. Erwachsener und kontemplativer klang Synth-Pop selten.
Am Ende der 47 Minuten hat man auch endgültig vergessen, wer hier wen featured und weil es sich Junior Boys- und Metro Area-Platten in mi casa sowieso im selben Fach gemütlich gemacht haben, ist das vielleicht sogar das größte Kompliment, das man »Double Night Time« aussprechen darf.

Florian Aigner

‘Double Night Time’ im HHV-Shop