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»Postcards from the third rock«
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Bei diesem Album erscheint es angebracht die beiden Protagonisten des klassischen Produzent-trifft-MC-Gespanns zunächst vorzustellen. Da wäre zunächst der aus Weißrussland stammende Rapper LoDeck, den manche vielleicht von den diversen Johnny23 Crew-Compilations kennen. Omega One zeichnet sich für die musikalische Seite verantwortlich. Einige seiner Produktionen sind auf verschiedenen Aesop Rock-Alben zu bewundern und sollten auch dem letzten Skeptiker verdeutlichen, dass bei Freunden von Indie-Rap ein intensives Reinhören geboten ist.
»Postcards From The Third Rock« kommt hierbei – wie der Titel des Albums bereits vermuten lässt – als Konzeptalbum daher. In jedem der fünfzehn Tracks referiert LoDeck über einen neuen Ausschnitt unseres schönen Planeten. Und dieses Konzept geht voll auf. Das Album wirkt sehr kompakt und dennoch abwechslungsreich. Auch wenn man klar erkennen kann, dass die Reime wie auch die Produktionen eine Verneigung vor den späten 1980er Jahren darstellen, wirkt es sehr modern, ja geradezu zeitlos. Textlich wird nicht nur auf »Damals war alles besser«-Geweine und stumpfes »Ich bin härter/besser als ihr alle«-Gelaber verzichtet, sondern wirklich interessante, fast schon lehrreiche Storys geboten, die zudem nie banal oder aufgesetzt wirken. Wenn jetzt der Eindruck entstanden ist, dass ich von LoDeck begeistert bin, ist das zwar korrekt. Jedoch sollte ich erwähnen, dass mir die teils elektronischen, sehr organischen Produktionen fast noch mehr zusagen. Wie gut, dass bei der CD noch eine zweite Disc mit den Instrumentals enthalten ist.
Daniel Brämer
‘Postcards from the Third Rock’ im HHV-Shop
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