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Lykke Li

»Youth Novels«

Diese Skandinavier. Eigentlich macht Lykke Li, die Tochter eines Künstlerehepaars aus Stockholm, nichts wesentlich anders als die außerhalb von “Foundations” belanglose Kate Nash oder der irgendwie nervende Wonneproppen Adele auch. Aber weil Madame aus Schweden kommt, ist “Youth Novels” automatisch cooler, sexier und besser als das Gros des vereinten Grown-Up-Mädchen-Pop-Kanons.
Man nehme nur den Opener “Melodies & Desires”: Lykke macht – äh – eigentlich nichts. Etwas hauchen, ein bisschen flüstern, fertig ist die Gänsehaut. Aber es passiert ja noch so viel mehr hier: “Complaint Department” hat anständig Synth-Pop-Schmackes, “Breaking it up” hätte sich auf Metronomys brillantem “Nights Out” auch wohl gefühlt, “Time Flies” und “Hanging High” sind Bilderbuchballaden. “Dance Dance Dance” klingt nach Pingpongbällen und Charlotte Gainsbourg und “This Trumpet in my head” will ich in “Kill Bill 3” haben. Die Rente wäre außerdem mit “I’m Good, I’m Gone” auch schon gesichert: wenn uns da kein Ipod-Spot ins Haus steht, dürfte Steve Jobs Marketing-Abteilung nächstes Jahr arbeitslos sein.
Ein schlüssiger und wohlig warmer Einstand der einzigen legitimen Feist-Vertretung des Jahres 2008.

Florian Aigner

‘Youth Novels’ im HHV-Shop