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»There’s Me and There’s You«
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Wer dem politisch engagierten Matthew Herbert und Konsorten unterstellt Schwarz-Weiß-Malerei zu betreiben, indem sie die Welt dogmatisch in zweierlei Typen Mensch unterteilen – auf der einen Seite, die, die immer noch daran glauben, dass Musik eine politische Macht ist und auf der anderen Seite, die, die sich dem Konsum verschrieben haben –, der tut ihnen Unrecht.
Zwar will sich die 18-köpfige Band mittels einer musikalischen Petition gegen besagte „over-consumption“ aussprechen. Doch auch ihnen ist bewusst, dass es ohne ein gewisses Konsumverhalten keine Veröffentlichung auf !K7 geben könnte. Und das wär verdammt schade, da TMHBB die rare Jazz-Ästhetik eines Otis Jackson Jr., elektronischem Stückwerk à la Prefuse und dilla’esques Kastagnettengeklapper mit ordentlich Swing verknüpft. Eine Kombination aus beruhigend-sphärischem Big Band Sound, feindlichen Alltagsgeräuschen und sozialkritischen, erschreckend treffenden Texten. Kein Rädchen greift im perfekten, aber keineswegs sterilen Zusammenspiel der anspruchsvollen Arrangements fehl. Frontfrau und Vokalistin Eska Mtungwazi schmettert ihr Organ so eindrucksvoll wie Shirley Bassey in ihrem größten Erfolg „Goldfinger“. Dazu das bedrohlich auf einen Mord gierende „Waiting“, das sich wunderbar zum Imperativ entwickelnde „Breathe“ und das schleppend reduzierte „Nonsounds“.
Ein eindeutiges Ja – „Yessness“ – und eine Erinnerung daran, dass wir nur dieses eine Leben – „One Life“ – haben. Nutze den Tag.
Roman Högerle
‘There’s Me and There’s You’ im HHV-Shop
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