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Dr. Doom

»Dr. Doom 2«

Es ist schon erstaunlich, wozu Keith Matthew Thornton nach über 20 Jahren in diesem dreckigen Geschäft immer noch fähig ist. Wenn, ja wenn er sich führen lässt. Man darf sich also vor allem bei Kurt Matlin bedanken, dass sich “Dr. Doom 2” eben nicht in die beinahe endlose Reihe Post-Millenium-Sprühstuhls einreiht, den Keith bevorzugt dann ausscheidet, wenn er zwischen Pornos kucken und abstrusen Versen zu Papier bringen, das Bedürfnis verspürt, sich selbst vor den Sequenzer zu setzen.
Au contraire, die finale Abrechnung mit Gynäkologe Octagon darf man als würdige Fortsetzung zu “First come, first served” feiern, ohne sich Fanboy-ismen zu Schulden kommen zu lassen. Natürlich hat Doktor Untergang immer noch nicht alle Latten am Zaun, natürlich bleibt hier produktionstechnisch kein Platz für den Schweinefunk der “Diesel Truckers” und natürlich ist das auch gut so.
Einzig, dass Tom C3 (der hier nur mit dem bedrohlichen “God of Rap” vertreten ist) mit dem vor gut zwei Jahren erschienenen “Project Polaroid” Keith ein noch stabileres Fundament gebaut hat als Kutmasta Kurt hier, überrascht doch etwas. Aber who am I to rumnörgel: Zwei richtig, richtig gute Langspielrillen von Poppa Large innerhalb von 27 Monaten – wer sagt denn, man könne nicht in Würde und Wahnsinn altern?

Florian Aigner

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