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Elzhi

»The Preface«

Elzhis Timing für seine ersten ernsthaften Gehversuche in der Musikindustrie darf durchaus als unglücklich bezeichnet werden. Nach respektablen Gastauftritten auf “Welcome 2 Detroit”, “Masters of the Universe” und “Re:Lacks” sollte sich Herrn Powers’ erstes richtiges Stelldichein auf Albumlänge als äußerst umstritten herausstellen. Während sich Fans und Kritiker präventiv darauf einstellten, die nun mehr Dilla-losen Dorfslum-Bewohner ans Kreuz zu nageln, fiel dem Novizen Elzhi auf “Trinity” die undankbare Rolle des Lückenbüßers zu, der die Abwesenheit des stoischen Yancey Trademark-Claps verbal kompensieren sollte. Welch versierter Wortschmied 2002 hier seinen Einstand feierte, wurde vielen erst bewusst, als die mittlerweile zum Duo geschrumpften Slum Village, 2005 ihr von Black Milk und Young RJ so gekonnt inszeniertes, schlicht “Slum Village” betiteltes Album veröffentlichten.
Seither trägt Elzhi unter Okayplayern, NY-seit-der-Mixtape-Kultur-Verschmähern und Sizzurp-Verweigerern die große Bürde, nicht nur den Scheiss für das große ‘D’ unten zu halten, sondern nebenbei auch noch zu beweisen, dass ‘conscious’ dieser Tage nicht gleichbedeutend mit Vollkornmüsli und Strickjäckchen sein muss.
Wie souverän das vielleicht größte Detroiter Reimtalent seit Royce da 5’9 mit dieser Aufgabe in der Lage ist umzugehen, bewies vor einigen Monaten bereits die Tour CD <a href=”“Euro Pass” und auch auf seinem Einstand für Fat Beats Records lässt der werte Herr fast schon Keith Murray’sche Verbalakrobatik lockerer aussehen als Usain Bolt 9,69 Sekunden. Und genau wie auf “Euro Pass” ist es vor allem Black Milk, der Elzhi mit “Donuts”-Blues und “College Droput”-Soul versorgt, ohne jedoch die organische Tiefe seiner Inspirationsquellen zu erreichen. So abgehangen und stimmig dieses Vorwort auch ausgefallen ist: es ist genau dieser formulaische Zugang, der Elzhi noch davon abhält ganz Großes zu vollbringen. Was würde da nur auf uns zukommen, wenn sich hier einer ein Beispiel an der Attitüde eines Mickey Factz nehmen würde?

Florian Aigner

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