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Es ist immer eine zu lange Zeit, die zwischen zwei Alben von Rodney
Smith aka Roots Manuva vergeht. Drei Jahre nach “Awfully Deep” und zwei
Jahre nach “Alternately Deep”, dem fast schon zur Gewohnheit werdenden
Album zum Album, kommt Manuva mit “Slime
and Reason” um die Ecke. Wenn andere nach vorne gucken, setzt sich
Manuva lieber in sein Wohnzimmer und hört alte Studio 1-Alben aus der
Blütezeit des Roots-Reggae und Ska um sich für seine neue Scheibe
inspirieren zu lassen. Ehrlich gesagt hört man das der grimigen
Uptempo-Vorab-Single “Buff Nuff” nicht an, ein Blick hinter die Kulissen
lässt den Einfluss jedoch erkennen. Mit gewohnter Lässigkeit und
Offbeat-Ironie manövriert sich Mr. Smith durch die 14 Tracks; getragen
von effektgetränkten Bläsern und Streichern, dubbigen Basslines und
hinterlistigen Beatarrangements. Persönliche Highlights sind der
klatschende Kniewackler “Let The Spirit” und die beiden, die Tiefe des
Raumes ausfüllenden, Balladen “A Man`s Talk” und “The Struggle”. Wer
kein Kostverächter ist, sollte auch am neuen Werk von UK`s Finest seine
wahre Freude haben. Wenn man dem Gesetz der Serie Glauben schenken darf,
wird uns demnächst wohl auch noch ein Album mit dem Überschuss dieser
Platte erreichen. Vorfreude, schönste Freude.
Sascha Leutloff
‘Slime & Reason’ im HHV-Shop
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