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Zenits Minimalismus tut jenen gut, die sonst auf pompösen Synthie-Beats unterwegs sind oder deren Beats zu sehr ins offensichtlich Emotionale abdriften, was ihren ähnlich gepolten Texten abträglich ist. Hip-Hop-Bravo-Stars wie Kollegah oder K.I.Z kommen so zu einem melancholischen Outfit. Weniger überraschend wirken Zenits Remixe bei Donato & Inferno79, seinen Label-Kollegen Gris, Wakka, Amewu oder bei Absztrakkt, der gerne über Beats von Roey Marquis rapt und der hier durch zwei Tracks bleibenden Eindruck hinterlässt. Ein Nihilismus ganz im Sinne des Remixers. Hier wirkt es, als hätte der seelenwunde Rapper schon immer auf Zenits Sound gereimt. Eher banal wirken Boba Fettts »Für immer« und Prinz Pis »Fluch der Besten«. Die Originale sind besser. In eine andere Kerbe schlägt dafür der »Ready«-Remix von Maeckes und Plan B. Hier ist die leichte Wehmütigkeit des Ursprungs-Beats nun zu Gunsten eines amtlichen Western-Styles gewichen. Das passt viel besser zu ihrem Text. Sowas hätte ich Zenit nicht zugetraut und wäre ich Vokalist, würde ich spätestens jetzt um einen Remix bitten. Überhaupt schafft Zenit hier das, was den meisten Produzentenalben nicht gelingt: einen roten Faden zu legen, jedem Song eine eigene Signatur zu geben. Und das auf der Basis von Remixen. Hut ab! Und natürlich hat Zenit sich selbst bzw. seinen Lieblingsrapper Phase vom Team Avantgarde geremixt. Verhallt der letzte Ton, bleibt man mit Lust auf mehr zurück: Mehr Raps von Absztrakkt, mehr Zenit-Remixe, mehr Zenit Instrumental-Alben, mehr Team Avantgarde-Musik – mehr Edit bitte. Bianca Ludewig |

