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Ja ist denn schon 1979? Disco – wohin man hört. Bassläufe dürfen wieder gezupft werden, Gesangsspuren länger sein als zwei Takte und die ganz Großen gaukeln uns gar vor, dass eine richtige Band und kein blasser Schlafzimmerfrickler für all das verantwortlich ist. Neben Murphy und Goldsworthys notorisch geschmacksicherem Powerhouse DFA hat sich in den letzten Jahren vor allem die Münchner Gomma-Posse als verlässlicher Vermittler zwischen Disco, Chicago House, Gitarre & Songwritertum hervorgetan. Der Chef persönlich, Mathias Modica, hat nun ein neues Munk Album vorgelegt und sich hierfür Italiens Scarlett Johannson (Asia Argento) , The Raptures Matty Safer, sowie Busy P eingeladen. Weil außerdem Klaus “Rocker” Lemke eh direkt neben Modicas Studio in Schwabing wohnt, ließ es sich der alte Querkopf nicht nehmen, auch noch Texte beizusteuern. Musikalisch hat Gommas Monaco Franze den Tanzflur immer fest im Blick, ohne sich dabei irgendwelchen Zwängen zu unterwerfen. Synth-Pop trifft auf Krautrock-Gitarren, New Wave Gesang auf Funk-Licks und in der Italo Disco wird in München nicht getickt sondern gekifft. Etwas linearer fusioniert der Schweizer Robi Insinna. Das zweite Headman Album “Catch me” lässt süßliche Discoromantik gegen Rave-Synths, Gang of Four-Riffs und Acid-Basslines antreten. Die Gästeliste deckt sich zum Großteil mit der des ersten Streichs; dass nun aber gar Jeremy Kerr, seines Zeichens Frontmann der schwer legendären A Certain Ratio, hier trällert, unterstreicht noch einmal die exponierte Stellung der Weißwurstäquator-Connection. Die ganz großen Sensationen fehlen hier wie da, aber die Unaufdringlichkeit beider Platten wird dafür sorgen, dass sowohl “Cloudbuster” als auch “Catch me” respektable Halbwertszeiten vorzuweisen haben werden. ********************************************************************
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