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Kidz in the Hall – waren das nicht diese netten Rucksackler, die letztes Jahr mit “School was my hustle” um die selben Narkoleptiker konkurrierten wie die Justus League-Schnarchnasen?
Etwas irritiert durfte man nach dem ersten Mal “Drivin down the block” also schon sein. Die Einsicht, dass das gesamte letzte Album hätte klingen sollen wie diese minimalistische “Born to roll“–Reminiszenz, kam erst später.
Warum dann ein Teil des Nachfolgers “The In Crowd” wieder im Schlafwagon übernachtet, während der Rest entweder verzweifelt versucht, den Neo-Chi-Sound zu kanalisieren oder die Straßenköter einzufangen, will mir nicht so recht einleuchten.
Sicher, die 88-Nische wurde bereits von Pusha und Malice (konsequenterweise sind beide auch auf dem “Drivin down the block” Remix vertreten) und seit kurzem auch von Mikey und Chuck vereinahmt, aber noch einen Epigonen würde man doch bereitwillig akzeptieren, hört man Langweiler wie das T-Pain-Desaster “Lucifer’s Joyride”, die “Graduation”-Anbiederung “Love Hangover” oder die “Minstrel Show” B-Seiten “Mr Alladatshit” & “Paper Trail”.
Immerhin geben Camp Lo, Black Milk, Guilty Simpson und Sean P alles, um den Karren noch aus dem Dreck zu ziehen; und wenn Naledge gen Ende endlich vergessen hat, ob er lieber den Lupe oder Phonte Junior geben soll, hat man sich schon fast eingeredet, dass “The In Crowd” so schlecht gar nicht ist. Was primär daran liegt, dass man sich im Jahr 2008 an 5 x ‘Drag & Drop’ und 8x ‘Delete’ gewöhnt hat.
Florian Aigner
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