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Prodigy

»H.N.I.C. 2«

Nachdem Prodigy seine nihilistischen Todesdrohungen auf dem letztjährigen “Return of the Mac” bevorzugt über die organischen Blaxploitation-Kollagen des Alchemisten schickte, konzentriert sich der vermutlich einzige an Sichelzellen-Anämie leidende Knastbruder in ganz New York City auf dem Nachfolger zu “H.N.I.C.” auf äußerst sinistre Waber-Synths und pluckernde Basslines. Von den frühen 70er in die frühen 80er, weniger “Still Shinin’”, mehr “G.O.D. Pt.III”, Scarface statt Willie Hutch.
Dass sich P die wenigen verbliebenen Gehirnzellen zwischen der Verhaftung wegen unerlaubtem Waffenbesitzes Mitte letzten Jahres und dem endgültigen Gang in den Bau komplett weggeballert hat, ließen zahlreiche wirre Blogeinträge und Youtube-Clips bereits erahnen, aber gerade darin liegt dieser Tage auch Bandana Ps Charme: “Click Clack, you’s a dead motherfucker“-Ansagen en masse, garniert mit einer Prise herrlich debilem Illuminati-Geschwurbel: kurzum der “I throw a TV at you crazy“-Prodigy, den man kennt, belächelt und liebt; desinteressiert und auf Reimschemata kackend wie eh und je. Wenn dann noch Havoc, das QB-Reibeisen Twin Gambino und ein aufgepumpter Big Noyd vorbeischauen, will man auch in Castrop-Rauxel wieder die Mülltonne vor dem örtlichen Penny Markt in Brand stecken.

Florian Aigner

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