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Does it offend you, yeah?

»You have no idea what you're getting yourself into«

Hype Hype Hype, die Nächste. Und auch wenn ich mir langsam wie Arabellas unsäglicher Trendy Andy-Sidekick aus den fiesesten Abgründen der Endneunziger-Trashkultur vorkomme: auch den hier kann ich nachvollziehen.
Sicher, die nach Verve schreienden Kritiker werden “You have no idea what you’re getting yourself into” (im Übrigen ein großes Oxymoron, der Titel) engagiert verreißen. Noch mehr werden angewidert sein, wie skrupellos hier auf Sieg gespielt wird:
Feister State-of-the-Art Krawall-Electro (“Battle Royale”, “We are Rockstars”), risikoarme Dance Punk-Gesten (“Doomed Now”, “Let’s make out”, “Weird Science”, “With a heavy heart”), “wir können auch mit Gefühl, aber nur mit Augenzwinkern” (“Being bad feels pretty good”, “Epic Last Song”) und als Krönung ein “den hier rafft ihr eh nicht” (“Attack of the 60 Feet Lesbian Octopuss”) – klingt nach Reißbrett, zugegeben. Aber die Typen schreiben ausschließlich Hits. Acht Singles, Minimum. Und bevor man darüber nachdenken kann, ob der Vocoder zuviel im Einsatz war, wo denn der Anspruch bleibt, warum die besten Songs schon ewig vor Veröffentlichung des Albums bekannt waren, ob man nicht doch lieber “Echoes” aus dem Regal ziehen soll und das alles in fünf Monaten nur noch vergessen will, hat man giftgrünen Lippenstift auf seinem Leibchen, Bier in den Haaren, “Puls wie ne Rakete” und blaue Flecke. Der Kater kommt bestimmt, aber heute singen wir “Bumsfallera”.

Florian Aigner

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