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Dass die 80er inhaltlich wieder funktionieren, zeigt uns momentan eindrücklich Calvin Harris’ “Acceptable in the 80s” – neuerdings sogar die meist gespielte Nummer donnerstags zwischen 20.15 und 22.30 Uhr auf dem Stromberg-Heimsender.
Musikalisch, also elektropoppig, und inhaltlich setzt gerade da das – Anführungszeichen – Konzeptalbum – Anführungszeichen Ende – des Projekts Neon Neon an, bestehend aus Super Furry Animals Frontman Gruff Rhys und Boom Bip. Epizentrum des ersten Werks “Stainless Style” ist dabei der Visionär John DeLorean, seines Zeichens Entwickler des Sportwagens DMC-12, Aufstieg a la American Dream, Abstieg a la F. Pooth.
Schon das sehr sehr nette, “Neon Bible“’eske Intro dürfte gleich zu Beginn dreimal so lang sein. Bei “Sweat Shop” grüßt dann Missy Elliott, “Trick for Treat” könnte auch J.T. und Pharells Handschrift tragen und “Luxury Pool” scheint direkt dem schmutzigen Süden entflohen zu sein. “Steel Your Girl”, mein persönlicher Übertrack “I Lust You” oder das leicht cheesige “Raquel” wecken Erinnerungen an die Hochzeit weißer Tennissocken und Föhnfrisuren. Einen Appletini bestellen, darf sich Zach Braff dann zu “I Told Her On Alderaan”, dem Journey “Don’t Stop Believing” und Men At Work Schrägstrich Colin Hay “Overkill”-Sound-a-like. Auch wenn sich die Beurteilung promotechnisch bedingt nur auf acht Titel stützen lässt, so verleihe ich diesem Produkt dennoch das Prädikat besonders empfehlenswert. Also rein in die eh Renaissance feiernde Leggins und kräftig mit – What a Wortspiel – Neonstäben fuchteln.
Regine Pfaff
‘Stainless Style’ im HHV-Shop
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