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Doppelbelegung: soll selbst in den besten Redaktionen vorkommen. Wie die Herren Pacholsky und von der Vring das jüngste Werk der verschrobenen Tüftler von der Insel bewerten, lest ihr nach dem Doppelpunkt : Von Theorien haben Autechre noch nie viel gehalten, selbst wenn sie ihre Rechner mit den krassesten Gleichungen zur Generierung und Lenkung von Sound füttern. Auch einen nachvollziehbaren Pfad innerhalb ihrer Entwicklung umgingen sie stets, weshalb die häufigste Aussage in Fanforen noch immer ist, man habe bei diesem oder jenen Album aufgehört, Autechre zu verfolgen. Dem einen wurden sie zu abstrakt, den anderen zu selbstgenügsam, weiteren zu unmelodiös. Die Liste der Ausreden ist lang. Mit »Quaristice« dürften Rob Brown und Sean Booth daher erneut überraschen. Nicht nur, dass sich das Melodiemoment wieder verstärkt findet. Die Engländer schnitzen auf ihrem neunten Album nicht weniger als zwanzig äußerst unterschiedliche Emotionsskizzen rund um Unterwelt-Acid, Oldschool Electro und Ambient – immer mit dem Bauchgefühlgroove verrückter Funkmusiker, die ebenso nahe am Experiment lavieren, wie sie auf die Tanzfläche zusteuern. Wer an der einen oder anderen Stelle Autechre wirklich aufgegeben hat, ist eigentlich nur selbst dran schuld. Jens Pacholsky ******************************************************* Das Wort “frickeln” gibt es nicht. Soweit zu meinem Lernpensum, beim Schreiben dieser Sätze. Wobei es hier doch wunderbar gepasst hätte…. Daniel von der Vring |

