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Pete Rock ist wieder wer. Nachdem Petes klassizistische Ästhetik gerade zu Beginn des dritten Jahrtausends in etwas so gefragt war wie ein Madonna Gastauftritt auf einem Obituary Album, hat sich Mount Vernons Beatinstitution nicht zuletzt auf Grund seiner herausragenden Beiträge auf Ghostfaces Semi-Klassiker “Fishscale“ wieder zu einem richtigen Go-To Guy entwickelt.
Warum er aber für den dritten Teil seines “Soul Survivor“-Showcases ausgerechnet einen immer noch jegliches Charisma vermissenden Papoose angepiept hat, bleibt rätselhaft. Sean P hätte bestimmt auch Zeit für drei 16er gefunden…
Sich die Dipset-Pausenclowns Jim Jones und Max B einzuladen, mag einem Anflug von Narzissmus geschuldet sein, wirkt doch das manchmal verbal etwas hüftsteife Chocolate Boy Wonder gegen die grobschlächtigen Adlib-Maschinen beinahe wie ein Filigrantechniker Rakim’schen Kalibers. Der Chiemsee Reggae Festival-Ausflug mit Fu-Schnickens Chip Fu (!) ist gut gemeint, blöd nur, dass ich für Rastafari-Romantik der völlig falsche Adressat bin.
Exzellent hingegen die “Ghetto Millionaire“-Zeiten heraufbeschwörende Zusammenarbeit mit Teilzeitrentner Royal Flush, Redmans Punchline-Inferno “Best Believe“, Raekwon und Masta Killahs entspannter Ritt durch die “PJs“, “914“ mit den D-Block Feuerspuckern Styles & Sheek und einem mehr als bewährten Drumbreak, sowie das Solo “Till I retire“. Der Rest ist solide Hausmannskost, aber 6-7 sichere Playlistkandidaten und ein liebevolles James Brown Zitat als Cover reichen bisweilen schon für ein wohliges Grinsen meinerseits.
Florian Aigner
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