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»One Hundred Fifty-Five «
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Augen zu und trotzdem in die Sonne blinzeln. So in etwa hört sich die sehr reduzierte, wegen vermutlich chronisch verschlafener Augen immer ein wenig eingeschränkte, dadurch aber unglaublich auf den Punkt gebrachte Instrumentalisierung seiner Sichtweise der Welt an. “Er”, das ist Kristofer Ström. Ruhig, besonnen, Schwede. In ihrer warmen Genügsamkeit ein wenig an South San Gabriel erinnernd, nur ohne Gesang, muss es wunderbar sein, in weißen Bettlaken zu dieser Musik aufzuwachen – aber nur um den Tag auch weiterhin im Federbett zu verbringen.
Die stimmigen Harmonien basieren auf akustischer Gitarre, Klavier, ausklingenden Bässen und atmosphärisch eingesetzten Trompeten, Geigen und Akkordeonklängen. Rhythmen werden außer durch die Zupfmuster der Gitarre in manchen Liedern durch sehr weich angeschlagene Trommeln eben auch durch Tischkanten (oder schwedischen Bettkanten?) und weiterer nicht per se als Musikinstrumente bekannte Gegenstände in den Raum entlassen. Kristofer Ström, der Traumwandler aus Malmö verwendet eben diese Geräusche seiner Umwelt und erdet seine Stimmungen damit ungemein. Vielleicht klingt auch einfach seine Heimat so? Sowas wie Malmöer-gar-nicht-so-freakiger-Folk zum Schweben aus Schweden.
Daniel von der Vring
‘One Hundred Fifty-Five ‘ im HHV-Shop
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