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Guru
19.02.08
»Jazzmatazz - The Mixtape«
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Ahhh, Guru-Bashing. Der letzte verbliebene Konsenssport aufrichtiger, den Scheiß-unten-haltender Rucksack-Hardliner: Der ist aber auch redundant geworden, und dann noch dieser dämliche Solar-Vogel, mit dem der neuerdings rumhängt…Manchmal lauere ich solchen Nörglern aus Jux bei ihren Project Blowed-Themenabenden auf und sperre sie in meinen Keller, wo sie sich 2 Wochen lang mit “Hard 2 Earn” in Endlosschleife noch mal daran erinnern dürfen, wen sie da so leidenschaftlich hassen…
Aber ganz ehrlich, bisweilen fühle ich ja mit diesen enttäuschten Seelen. Auch ich war verschreckt, als es hieß “Jazzmatazz – The Mixtape”, denn wenn ein Projekt ursprünglich mal auf langfristiges Hörvergnügen angelegt war, dann doch wohl Gurus ambitionierte Verschmelzung von Jazz und Rap. Aber wenn man sich erst einmal damit arrangiert hat, dass die Armada von hochklassigen Gästen von A (Aceyalone) bis Z (Zion I) in der Regel eine Spur frischer als der Altmeister klingt, dann ist das Alles gar nicht mehr so schlimm. Unterbrochen von Gebrüll aus Doo Wops Kehle, wird hier also auf 20 Anspielpunkte verteilt, ganz Unterhaltsames über nachgespielte, altbekannte Breaks, a la William Bell “I forgot to be your lover” (“Worst comes to worst”), geboten. Außer der Combination mit Damian Marley und Mr. Lif bleibt zwar auch nicht allzu viel hängen, aber als launigen Appetithappen, und mehr will das Ganze ja auch gar nicht sein, kann man das hier schon durchgehen lassen.
Julian Brimmers
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