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Fusionen aus Hip Hop & Live-Band hat es schon etliche gegeben. Nicht viele waren so erfolgreich wie das MTV-Unplugged von Shawn Carter. Zu Recht. Aber was heißt eigentlich live bei CPK? Die Instrumente sind zwar für “Tell me something” live eingespielt, wurden aber darauffolgend gesampled, dreckig gepushed und dann neu arrangiert/gelooped. Man möchte dieses Verfahren allen halbgaren Produzenten da draußen in gebundener Form an den Kopf werfen. Die LP klingt nämlich so breit, dass die Hinterreifen eines Formel-1 Boliden an Minderwertigkeitskomplexen leiden. Unverkennbar von Funk inspiriert, brechen immer wieder erfrischend psychedelische Versatzstücke und Soundtrack-Elemente die Songstruktur auf. Sämtlichen Retro-Nörglern wird der Wind hiermit komplett aus den Segeln genommen. Außerdem kann auch nicht jeder von sich behaupten, mit u.a. Big Daddy Kane, Percee P, Wildchild, Ohmega Watts, Soup (von den J5) und Aloe Blacc das Studio geteilt zu haben. Letzter singt sich mit “Tell me” weiter in den Olymp der etwas anderen Soulsänger – absolutes Highlight. Trotz seines nicht mehr ganz taufrischen Alters, macht Kane seine Sache, auf einem krachenden, G-Funk inspirierten Bass-Monster, nicht schlechter. Nicht zu vergessen “Catatonia”, auf dem sich Wildchild – mit krass tiefer Stimme – und Percee P gegenseitig den Ball zuspielen. Das Kartellamt kann es sich gemütlich machen. Bei dieser Fusion läuft alles schwer in Ordnung. Roman Högerle ‘Tell me something’ im HHV-Shop |

