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The Jazoburbs

»Weight Of Soul«

Tweak Sensei und Efalive aka Marc Böhlhoff und Frederic Leitzke haben sich smoothe Musik im Stil von Common und ATCQ auf die Fahnen geschrieben. Für ihr erstes “echtes” Album connecteten die 23-jährigen Produzenten mit amerikanischen Untergrundfiguren wie Riddlore, Awol One und LMNO, um auf ihre jazzigen Instrumentals ausnahmslos Overseas-Künstler platzieren zu können. Klingt interessant!

Seit sechs Jahren ist das Duo The Jazoburbs nun schon aktiv, anfangs noch als Resident DJs im Kreuzenacher Club „Blue Marlin“, 2003 als Produzenten mit eigenem, klassischen Musikverständnis (Efalive spielt seit 10 Jahren Gitarre und Bass, Tweak Sensei Keyboard). „Weight Of Soul“ präsentiert nun die Arbeit mit 21 Einträgen in der Tracklist, wobei insgesamt acht verschiedene Rapper zum Mic greifen und DJ Bizkid ab und an bemerkenswert professionelle Cuts und Scratches einstreut. Im Kader stehen die Project Blowed-Größe Riddlore, der auf drei Songs über die oft mit selbst eingespielter Jazzgitarre versehenen Beats segelt, Awol One von den Shapeshifters, Charizma Davinci und sein positiv aus dem Gesamtbild herausragender Bruder Seth Walter, der auf gut der Hälfte aller Tracks mit persönlichen Lyrics über Frauen, das Musikgeschäft und Religion zu hören ist, außerdem LMNO von den Visionaries, Azael, Konverse und EES, der sich derzeit in Köln aufhält. Insider werden bemerkt haben, dass ausnahmslos Künstler aus Kalifornien und Connecticut importiert wurden, was durchaus gut miteinander harmoniert und insgesamt ein rundes, harmonisches Klangbild kreiert.
Anspieltipps sind in erster Linie besagter Seth Walter und Azael, der mit „Light In The Dark“ eine nette Rap-Liebeserklärung ausspricht und mit viel Personality und Ehrlichkeit überzeugt („Mindstate Like This“ und „Dreamlight“), ansonsten ist vieles eher mittelmäßig und steht auf der Waage zwischen „Yeah!“ und „Oh c’mon!“.

Good job! „Weight Of Soul“ beinhaltet nicht nur 21 nette Songs von außergewöhnlichen Rappern, außerdem ist interessanterweise ein Rückschluss auf Benicio Del Toros Film „21 Gramm“ möglich – Nur mal so nebenbei. Qualitativ gesehen nicht das Must-Have des Tages, aber durchaus ganz nett und für Heads, die auf jazzig-souligen Rap stehen einen Besuch im Plattenladen wert.

Christian Wolking

‘Weight of Soul’ im HHV-Shop