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Die Dokumentation “Here we come” von Nico Raschick erzählt an Hand von vielen verschiedenen Interviews mit Zeitzeugen etc. die Geschichte des Hip Hops, insbesondere des Breakdance, in der DDR.
Nach der Ausstrahlung von “Beatstreet” in vielen Kinos, welche eigentlich von der Regierung genehmigt wurde um die schlechten Verhältnisse im Westen aufzuzeigen, fangen tausende von Jugendlichen an den Idolen aus dem Film nachzueifern. Da die Materialien fehlen ist Improvisationstalent gefragt und so entsteht eine Szene im Osten Deutschlands, die zwar vom Westen beeinflusst ist, aber auf ganz eigenen kreativen Beinen steht. An manchen Stellen der Dokumentation wird der ein oder andere der Mauer hinterher trauern, denn solch ein Ideenreichtum wäre in der heutigen Szene wirklich wünschenswert. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass einige Vertreter der DDR-Szene wie z.B. Bürger Lars Dietrich, der auch in der Doku zu Wort kommt, oder Mirko Nontschew auch in der heutigen Entertainmentbranche noch ein Begriff sind.
Alles in allem sehr nett von dem Herrn Raschick in Szene gesetzt und mit reichlich Bonusmaterial versehen( Doku: 90 min + Bonusmaterial: 140 min + Soundtrack) absolut sehenswert für “Ossis” wie “Wessis” und auch für alle, die zu Zeiten der Mauer noch gar nicht auf der Welt waren, aber die komplette Deutschrapgeschichte von Anfang an kennen wollen. Denn es wäre sehr fatal eine solch großartige Geschichte unter den Tisch fallen zu lassen über eine Sache, die viele Jugendliche zu einer festen Einheit verschweißte und in ihnen solch ein großes Potential an Kreativität und Ideenreichtum weckte wie es im Westen nicht vorhanden, aber vor allen Dingen schlicht leider nicht benötigt wurde. Sehenswert!
Jan-Hendrik Mautsch
‘Here we come’ im HHV-Shop
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