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Caspa & Rusko

»FabricLive 37«

Die ursprünglich für Justice reservierte Nummer 37 in der ruhmreichen Fabric-Serie wird auf Grund der Unzulänglichkeiten der beiden Franzosen nun also von den Dubstep-Institutionen Rusko und Caspa reklamiert. Und obwohl Dubstep langsam aber sicher seine Unschuld verliert, nicht zuletzt weil “Night” letztes Jahr Raver, Geezer und Kritiker gleichermaßen vereinte, Burial das am höchsten bewertete Album überhaupt lieferte, Skream mittlerweile auch mal für 10.000 Leute auflegt und die Klaxons oder Dave Gahan remixt, ist der erste Dubstep Mix in der Fabric Serie doch noch etwas Besonderes.
Caspa eröffnet die 70 Minuten mit einer fast schon trancigen Eigenkomposition, der charakteristische Wobble-Bass lässt sich hier erst erahnen und auch das kurz darauf folgende “Cockney Violin” (mit einer wunderschönen, Robin Hood meets Martial Arts-Violine) bereitet uns noch relativ schonend auf das mit “The Terminator” losgetretene Bass-Inferno vor. Danach zeigt “50K”, dass nicht immer nur London und Kingston als Referenzpunkte für das Genre fallen müssen, sondern ruhig auch mal die Bronx und, wenn man sich die Slayer-Riffs auf Distances “V” anhört, vielleicht gar die Bay Area. Es folgen noch Übertunes wie “Spongebob”, “Hammer Time” (oh ja, “Can’t touch this” in full effect) oder “Cockney Thug” und am Ende schmerzt der Brustkorb wie nach einer 12-Stundenschicht am Presslufthammer. Halt wie es sein sollte bei solch einer Angelegenheit.

Florian Aigner

‘Fabric Live 37’ im HHV-Shop