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Azad

»Blockschrift«

Nachdem Azad bereits im Juni mit seiner Crew Warheit das Album “Betonklassik” veröffentlichte, legt er Ende des Jahres mit seinem bereits 5. Album “Blockschrift” nach. Der große Erfolg der “Prison Break Anthem” feat. Adel Tawil dürfte sein übriges zu der doch recht schnellen Veröffentlichung des Albums beigetragen haben. Als Vorbote für das Album schickte der Frankfurter Bozz die Single “Zeit zu verstehen” feat. Gentleman ins Rennen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt dürften Azad Fans und Kritiker mit großen Befürchtugen an das Album rangegangen sein, sind diese Mutmachhymnen Azads doch bereits fast jedem Kind in diesem Lande als altbacken bekannt. Doch Blockschrift kommt glücklicherweise anders daher. Grund dafür sind die sehr schönen entweder melancholischen oder mächtig nach vorne gehenden Beats von Shuko, M3 & Noyd, Sti u. a., die mit feinsten Streetlyrics über den täglichen Struggle, seine Tochter und allem was dazu gehört, gepaart wurden. Also irgendwie ein Azad typisches Straßenalbum. Einziges Manko ist Azads sehr langsamer Flow, der einen manchmal fast einschlafen lässt. Das Ganze klingt deshalb an manchen Stellen schon wie für den Mainstreamhörer, der mit aufwendigen Flow-Variationen nichts anfangen kann, maßgeschneidert.
Alles in allem trotzdem ein sehr schönes Album, das zeigt dass der Mann aus der Nordweststadt back ist und sich treu bleibt, ohne sich jedoch wiederholen zu müssen.

Jan-Hendrik Mautsch

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