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Zeit für etwaige Ausflüge ins Casino spart sich Wildchild, auch wenn das Cover seines zweiten Longplayers anderes verheißt. Lieber vertritt er sich die hyperaktiven Beine in Oxnard’schen Aufnahmeräumen und kämpft mit prominenter, teils stallinterner Unterstützung (am Beat : Madlib, Black Milk, Oh No / am Mic: Georgia, Percee P uvm.) darum, in Interviews auch mal direkte Fragen gestellt zu bekommen (“Interviews”). Seine 15 Argumente (auf der 2LP-Version) fallen, auch wegen den durchweg hochklassigen Produktionen, recht überzeugend aus. Das hektische Über-den-Beat-Hetzen aus vergangenen Solo- und Lootpack-Tagen, das auf Dauer oftmals anstrengend wirkte, hat sich gelegt. Auf “Jack of all Trades” gelingt es Herrn Turner sich im Zaum zu halten, er flowt sogar mal ganz entspannt dahin (“Day N The Funk”), ohne dabei die stilprägende Eigenständigkeit seiner kraftvollen, verschachtelten Reime aufs Spiel zu setzen. Aus dem Semi-Pro ist ein ganzer geworden. Mit dem Nachfolger zu “Secondary Protocol” tritt Wildchild aus dem Schatten des verrauchten Hinterzimmers, blickt die Konkurrenz kalt an, geht all-in und nimmt den Pott, wie Craig in Casino Royale, mit nach Hause. Gutes Spiel. Roman Högerle ‘Jack of all Trades’ im HHV-Shop |

