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Quantic Soul Orchestra

»Tropidelico«

Die kalte Jahreszeit sorgt ja nicht immer für glückliche Gesichter. Die ohnehin schon omnipräsente soziale Kälte wird durch äußerst frostige Temperaturen noch ein paar Grad runtergedrückt. Doch Rettung naht. Will Holland hat das Quantic Soul Orchestra zur sofortigen Gegenmaßnahme zusammengerufen und eine Platte gemacht, die zwanghaftes Hüftschwingen und automatisches Mitnicken auslöst. Nicht mehr der staubige Funk von “Stampede”, sondern eine südamerikanischen Rhytmenverschmelzung internationaler Künstler macht dieses Werk zum Soundtrack für die anstehenden Überbrückungsmonate. Teile der Aufnahmen wurden an so illustren Plätzen wie Santiago de Cali(Kolumbien), Panama und San Juan(Puerto Rico) mit ortsansässigen Künstlern gemacht. Holland hat also weder Kosten noch Mühen gescheut, um 5 Jahre nach seinem Erstlingswerk einen würdigen Nachfolger vorzulegen. Nach eigener Aussage wollte strebt er mit “Tropidelico” eine weltweite Fusion von “Wurzelmusik” an. Soul, Pachango, Cumbia, Afro-Beat und Funk verschmelzen zu einer bisher ungekannten Melange, der Holland den Namen “Tropical” gibt.
Die zwölf Stücke fusionieren zu einem Klangfluss, so dass es eigentlich fast sinnlos wäre, besondere Klunker herauszupicken. Nichtsdestotrotz: Vom sambaartigen und von sanft fordernden Trompeten und Saxophonen getragenen “Tropidelico”, über “She Said What?” mit einem den zungenbrechenden Bongobeat reitenden J-Live bis zum entspannten “Who Knows”, welches jede versiffte Küche in eine kubanische Bar verwandeln würde, gibt es bei den insgesamt 12 Tracks keinen Qualtitätsabfall.
Sie sei dem geneigten Leser mehr als wärmstens ans Herz gelegt, diese Platte. Der Soundtrack für den Winter ist gefunden und ich warte nur noch auf den Sommer, um dieses Stück Musik mit meinem Ghettoblaster in den Park zu nehmen.

Sascha Leutloff

‘Tropidelico’ im HHV-Shop