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Hallo Mixtape-Thugs, Metro-Poser und Myspace-Guidos: hinsetzen, mitschreiben! Während ihr eure Energie damit verschwendet, pro Jahr 612 “Freestyles” zu kicken, spart sich der stramm auf die 40 zugehende Dennis Coles seine nach wie vor annähernd konkurrenzlosen Geschichten sorgfältig auf, hört sich für jedes Album nach neuen Produzenten um ohne seiner Linie untreu zu werden und veröffentlich spätestens zu Weihnachten dann ein Album, das sich Menschen, die sich keine Blitze in die Augenbrauen rasieren, ungefähr 17000-mal öfter anhören werden als eure Cut&Paste Kollabo mit Papoose. Dabei hatte ich noch nicht mal “Fishscale” und “More Fish” vollständig verdaut. “Big Doe Rehab” reiht sich dann auch sofort in diese vor Highlights berstenden 2006er-Ergüsse ein. Seien es “Yolanda’s House”, “Rec-Room Therapy” oder “Paisley Darts”, die allzu schmerzhaft verdeutlichen, wo die Prioritäten des Clans heute wirklich liegen, der Chipmunk-Soul von “I’ll die for you” oder “Barrel Brothers”, auf dem Styles in letzter Sekunde doch noch wegrationalisiert wurde. Wäre aber auch eine höchst undankbare Aufgabe gewesen, nach Beans’ Ausraster direkt einen nachlegen zu müssen. Ebenfalls bemerkenswert: die abschließende Zusammenarbeit mit Chrisette Michelle klingt tatsächlich nach tiefem Soul statt nach klebrigem Format-Radio. In der Rubrik ‘Ghost sings the hits’ hat sich Toney dieses Mal für Johnny Guitar Watsons “Superman Lover” entschieden und obwohl es vielleicht nicht ganz an “Save me dear” oder “Big Girl” herannreicht, berste ich vor Spannung welcher Klassiker das nächste Mal von Herrn Coles karaokisiert wird. Noch eine Spur besser ist dann das herbeigesehnte “Shakey Dog“–Sequel. Ghost und Rae schieben sich über El Michels Affairs “Musings to Myself” die Reime zu wie in besten “Only built 4 Cuban Linx”-Zeiten. Einen Großteil der Beats besorgen Diddys Go-To Guys Shawn C & LV, die ihre Blaxploitation-Huldigungen im Gegensatz zu “American Gangster” ohne das OK von Herrn Combs direkt an Ghost weitergeben und 2007 endgültig als ihr Jahr reklamieren dürfen. Wenn man krampfhaft nach Schwachstellen auf “Big Doe Rehab” suchen will, dann einzig vielleicht, dass Ghost etwas weniger riskiert hat als zuvor, aber wenn das ein gegen jegliche Skip-Anfälle gefeites Album zur Folge hat, wirkt derlei Korinthenkackerei beinahe lächerlich. ‘The Big Doe Rehab’ im HHV-Shop |

