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Chemie auf musikalischer Ebene ist ein schwer zu messendes Phänomen. Dennoch überkommt einen bereits nach 10 Minuten “8 Diagrams” instinktiv dieses Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt. Weil das hier unausgegoren und gezwungen wirkt. Wirklich ambitioniert scheint hier nur der Meister an den Knöpfen gewesen zu sein. Ein Großteil der Verse klingt nach Email-Attachment, sieht man mal von einem auf Wiedergutmachung bedachten U-God, einem fitten GZA und agilen Meth ab. Wenn dann noch der vorgezeichnete musikalische Weg von der Hälfte der Beteiligten nur widerwillig beschritten wird, kann das nur negative Auswirkungen auf die ominöse Chemie haben. Das heißt wiederum nicht, dass alles in die Hose gegangen wäre. Im Gegenteil, der Opener, das wilde Tribal-Drums, jaulende Gitarren und dramatische Wie viel davon der unsäglichen Schlammschlacht zwischen Raekwon, Ghost & RZA geschuldet ist, vermag ich allerdings nicht zu beantworten. Wer die Schuld nicht bei den Akteuren selbst suchen will, legt sich als Sündenbock für die erlittene Hypersensibilisierung einfach YouTube zurecht und schraubt die eigene Erwartungshaltung etwas zurück. Das dürfte der einfachste Weg sein “8 Diagrams” in seiner Gesamheit schließlich doch uneingeschränkt feiern zu können. |

