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Es wird viel über Hip Hop geredet, im TV, in Internetforen, E-Zines und Printmagazinen. Beinahe in jedem publizistischem Bereich ist die Jugendkultur, die dem New York der 1970er Jahre entsprungen ist, mittlerweile vertreten. Doch achtet man einmal auf die Geschlechterverteilung, werden Frauen meist untergeordnet, wenn nicht sogar vergessen. Mit »Female HipHop« kommt nun ein Buch, das genau diese Problematik aus mehreren Perspektiven aufgreift, beleuchtet und analysiert. Show some respect. Was auf den über 250 Seiten Cellulose zu erfahren ist, ist auf den Punkt gebracht vor allem eins: weitgefächert. Das Werk ist eine Sammlung von Artikeln unterschiedlicher Autoren zum Thema »Frauen im Hip Hop«, wobei u.a. Künstlerinnen wie Pyranja, fiva und Sookee zu Wort kommen und der Leserschaft ihre Erfahrungen mitteilen. Als männlicher Leser und Teil der Kultur wird man konfrontiert mit Aussagen wie »HipHop bzw. Rap ist männlich. Die Protagonisten sind Männer, die Statisten sind Frauen. Ruhm, Ehre, Stolz und dergleichen kommt den Männern zu, die Frauen dienen dem Amüsement und dem Wettkampf mit anderen Männern.« Oder: »Ein Phantom geht um in der Rapwelt, von Public Enemy bis Common, von Brand Nubian bis Bushido. Der Homosexuelle als der perfekte Diss, scheinbar noch schlimmer als die ›Bitch‹. […] Im Stillen scheinen sich alle darauf geeinigt zu haben. Eine merkwürdige Norm in einer Kultur, die Vielseitigkeit für sich beansprucht. Ist HipHop also homophob?« Wie in keinem anderen Buch, in dem es ausschließlich um die vier Elemente geht, werden nun einmal die Frauen der Zunft in den Mittelpunkt gerückt und unterschiedliche Gedanken und Geschichten zum Ausdruck gebracht, die an die Allgemeinheit appellieren, daß nicht nur wir Schwänze in der Szene eine Stimme haben, sondern auch Ladies und Ischen berechtigterweise etwas Produktives beizutragen haben. CHRISTIAN WOLKING |

