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Im Zentrum der so internationalen wie regen Deep-Funk-Szene steht die Plattenfirma Daptone Records aus Brooklyn. Neben der „Queen of Funk“ Sharon Jones dürfte die Budos Band wohl die bekannteste Gruppe im Programm des kleinen Labels sein. Ihr zweites Album hat das elfköpfige Ensemble, das seinen Stil als Afro Soul bezeichnet, komplett live im Studio eingespielt. Doch im Unterschied zum klassischen Afro Beat eines Fela Kuti, bei dem ein Stück über eine ganze Plattenseite gehen konnte, spielt die Budos Band einen extrem konzentrierten Instrumental-Funk. Die zehn Nummern überschreiten kaum die Vier-Minuten-Marke. Doch was innerhalb dieses kurzen Zeitrahmens geschieht, ist enorm. Während Bass und Schlagzeug ein gleichermaßen elastisches und stabiles Fundament legen, erheben sich die Bläser zu majestätischen Höhenflügen. Farfisa-Orgel und Single-Note-Gitarre sorgen für stimmungsvolles Blaxploitation-Kolorit. Eine böse Mischung, die wie der Stich eines Skorpions verheerende Folgen haben kann. SVEN BECKSTETTE ‘The Budos Band II’ im HHV-Shop |

