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AZ
30.10.07
»The Memphis Sessions (2CD)«
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Wie bereits angedeutet, habe ich die letzten Wochen hauptsächlich damit verbracht mich zu ohrfeigen. Schuld daran: ein ominöses Label namens Street Core und deren eigenmächtige Remixarbeit für den notorisch unterbewerteten Hochpräzisions-Spitter AZ. Monatelang total übersehen, die “Memphis Sessions”.
Nun wird seit Danger Mouses “Grey Album” kaum noch jemand orgiastisch brüllend durch die Straßen rennen, angesichts des hier exekutierten Prinzips. In unserem Fall hat jemand seine MPC mit dem ehrenwerten Reverend Al Green bekannt gemacht und anschließend die ungemein eleganten Stafetten von dem Typen drübergelegt, der mit “Life’s a bitch” einen furioseren Berufseinstand feierte als Lewis Hamilton. Menschen, die gerne nach Tokyo fliegen um dort Test-Pressungen afghanischer Folklore für 200 Tacken pro 7” zu erwerben, werden nölen, dass man “The Letter” nun wirklich nicht mehr samplen sollte, aber wenn dadurch so gute Musik entsteht wie hier, ist mir völlig egal wie rar und unbenutzt die Quellen sind. Auf der zweiten CD gibt es zudem noch fünf bisher unveröffentlichte neue Stücke von Herrn Cruz, die das Niveau zwar nicht ganz halten können, aber dennoch als nette Geste positiv in die Gesamtwertung eingehen.
Florian Aigner
‘The Memphis Sessions’ im HHV-Shop
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