![]() |
Split hin oder her, 9th Wonder ist und bleibt ein überdurchschnittlicher Producer, nicht nur in North Carolina und im Justus League-Umfeld. Punkt. Was das für den zweiten Teil der „Dream Merchant“-Reihe bedeutet? Sicherlich, das Rad wird auch hier nicht neu erfunden, der große Sprung ins (ganz) große Business nicht vollzogen. Trotzdem löst sich 9th aus dem, nicht zu leugnenden, Kompromisszwang des Little Brother-Trios und wirft seinen Kopf voller Ideen in die Beat-Wagschale. Dass er dabei nicht auf den, mit der Zeit langweiligen, gewohnten Boom Bap Sound festgefahren ist, beweist er hier ein ums andere Mal. Auch die Drums knallen ordentlicher als sonst. Persönlich irgendwie ans Herz gewachsen ist mir „Sunday“. 9ths singenden Unterstützung Keisha Schontelle hört sich zwar ein wenig nach Ashanti an, der nölige Beitrag von Chaundon schafft aber die nötigen Ecken und Kanten. Cheesy, brennt sich aber definitiv ins Gehör. Bei „Reminisce“ schaut schon Mal Santa samt Schlitten auf dem Beat vorbei. Ich hätte schwören können, dass er Jay-Z im Gepäck hatte. Aber Novej hört sich nun Mal verdammt nach dem großen Hova an. Dann wäre da noch Royce da 5‘9, der den Stomper „The Last Time“ dreckig killt und ein „Thank you“, das 9th durch D.O.X & O-Dash allen Hatern entgegen schmettert. Das Dilla-esque „What makes a man“ rundet die Platte gekonnt ab. Kein Classic, aber alles andere als eine Enttäuschung. Selbst Kollege “9th Wonder-Mittelgeilfinder” Aigner geht mit dem hier d’accord, das heißt schon was. Roman Högerle ‘The Dream Mercahant Vol.2’ im HHV-Shop |

