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Radiohead

»In Rainbows«

Radiohead Review? Super Sache. Die fünf Herren für nicht weniger als die Heilsbringer und selbst Thom Yorkes Darmflöte für das Beste seit mindestens Beethoven zu halten, ist in etwas so akzeptiert wie Weltfrieden doof oder Säuglinge hässlich zu finden. Tolle Vorzeichen also. In kalten Schweiß gebadet schmeiße ich den Laptop an, weil “In Rainbows” ja diese Bezahl-was-du-willst-für-die-MP3s-
und-später-dann-aber-gefälligst-40-Pfund-für-das-Boxset -Geschichte war. Sollte mittlerweile selbst zu deiner kirgisischen Tante vorgedrungen sein. Aber jede Befürchtung, dass das mittlerweile auch schon 7. Radiohead Studioalbum kacke werden könnte und ich folgerichtig auf dem Scheiterhaufen gelandet wäre, sind gleich mit dem “Kid A”-ig losglitchenden Opener “15 Step” wie weggeblasen. Und es wird noch besser, beispielsweise wenn Thom wieder so herrlich wimmert wie auf “All I need”, die Gitarren kräftig mühlen wie auf “Bodysnatchers” oder Rabbits in deinen Headlights durch das Kartenhaus gejagt werden. Ham es dann halt doch irgendwo verdient vom Rolling Stone beispielsweise attestiert zu bekommen, dass uns all die anderen Rocker eine Entschuldigung schulden. Die Teufelskerle.

Florian Aigner

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