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„They say you can’t please everybody. “ Verdammt richtig, Mr. Kweli. Aber das war ja auch noch nie ihr Anspruch. Vielmehr wurden Sie, so heißt es, in die Conscious-Ecke gedrängt – was auch immer damit gemeint sein mag. Ob “Ear Drum” ein gekonnter Versuch ist die geschlossene Schublade, die Kweli mit dem “Liberation”-Projekt noch bis vor kurzem so bereitwillig zugestoßen hat, zu sprengen? Ich wage es zu bezweifeln. Das formidable Niveau von „Hostile Gospel“ – fast sechs! Minuten pures Dope – und „Listen“, dem dramatischen Flötenbouncer/Singleauskopplung (man beachte den Katja Burkhardt-Sprachfehler im Refrain), die sich auf alte Stärken besinnen, kann die Hälfte von Black Star jedoch auf dem restliche Album nicht halten. Okens, Kweli in doubletime – oder: allgemein doubletime – ist nicht meins, „Country Cousins“ mit den Jungs von UGK knallt trotzdem gut und geht durch die Rasterfahndung. „Holy Moly“ bemüht das klassische Rezept: gepitchtes Singsang-Sample, treibende Drums und Baller-Bass (Soul Survivor Pete Rock sei Dank!). Überzeugend, das. Aber dürfen wir, Mr. Kweli, nicht mehr als vier bezaubernde Tracks auf LP-Länge von ihnen erwarten? Naja, Einbrüche wie das zwar ehrenwerte, aber verschlafene „Eat to live“, das in den Anfängen steckenbleibende und an der Drum-Pattern krankende „Hell“ oder das durch den Refrain völlig verhunzte „Hot Thing“ sprechen dagegen! Nach drei Jahren Wartezeit seit dem blassen „Beautiful Struggle“ ist das insgesamt doch eher mau. Dass Kweli die Bresche zwischen Big Business und der Brooklyner Straße aber durchaus schlagen kann, beweist die Collabo mit Norah Jones auf „Soon the New Day“. The Bad Kid Madlib hält sich – wider seiner Frickelnatur – an den Reglern gekonnt zurück, Miss Jones umschmeichelt samtweich den Beat. Wertvoll und kein bisschen peinlich. Anerkennung aus dem Kongress dürfen Sie, Mr. Kweli, für “Ear Drum” trotzdem nicht erwarten. Aber es gibt ja bekanntlich immer ein nächstes Mal. Please, deliver us! Roman |

